Logo der Stiftung

In vielen Gebieten der Stiftung sind die häufig genannten „TOP“-Arten des Naturschutzes Seeadler, Fischadler, Schreiadler, Uhu ebenso vertreten wie der seltene Fischotter und der wieder häufig gewordene Biber. Wölfe werden in einem der Gebiete regelmäßig angetroffen. Weniger bekannt sind die vom Aussterben bedrohten, totholzbewohnenden Käferarten Eremit und Heldbock; für Letzteren trägt die Stiftung eine ganz besondere Verantwortung, da sie in ihrem NSG Schöbendorfer Busch die größte Population Deutschlands beheimatet.

Mit dem „heimlich lebenden“, in der Öffentlichkeit als heimisches Wildtier weniger bekannten Schwarzstorch hat sich die Stiftung für ein Logo-Tier Schwarzstorch auf weißem Hintergrundentschieden, das sich zum einen auf-grund seines tiefschwarzen, von unten zentral gesehen aber weißen Federkleides und seines in der Brutzeit auffallend roten Schnabels sehr gut für eine stark reduzierte, eben Logo-typische Darstellung eignet und damit in der besonderen Flugpose einen hohen Wiedererken-
nungswert garantiert.

Vor allem aber repräsentiert der Schwarzstorch als extrem seltener, scheuer und ausgesprochen störempfindlicher Waldvogel mit seinen hochspezifischen Ansprüchen an die Waldstruktur und deren Umgebung das Selbstverständnis und Aufgabenspektrum der Stiftung Wälder für Morgen in besonders stimmiger Weise. Er gehört zu den am meisten gefährdeten Tierarten Europas und ist in mindestens zwei Stiftungsgebieten dauernd vertreten, in einem als regelmäßig wiederkehrendes Brutpaar.

Der Schwarzstorch bevorzugt alte geschlossene Wälder, die innerhalb oder angrenzend Still- und Fließgewässer aufweisen, und ist darauf angewiesen, dass der Kronenraum der Altbestände nicht gleichmäßig dicht (wie meist in den homogenen Altersklassen-Forsten der Fall), sondern heterogen, also mit ausreichend Lücken strukturiert ist. Letzteres ist geradezu ein Charakteristikum langfristig „dauerwaldartig“ behandelter Wälder. Zwar hat der Schwarzstorch – anders als der im Offenland als „Kulturfolger“ lebende Weißstorch – „in Anpassung an seinen Lebensraum eine Flugtechnik entwickelt, bei der die Flügel im Karpalgelenk stark abgewinkelt werden, wodurch die große Flügelspannweite von bis zu zwei Metern erheblich reduziert wird“ (WIKIPEDIA deutsch: Schwarzstorch). Doch erlaubt gerade die strukturelle Diversität einzelstammweise gepflegter Wälder ein problemloseres Einfliegen und Manövrieren. Als typischer „Kulturflüchter“ repräsentiert der Schwarzstorch in besonderer Weise den Bedarf an ungestörter „Wildnis“, zumindest aber den saisonal erforderlichen Schutz naturschutzfachlich hochsensibler Bereiche vor Störung durch Jagd, Holzeinschlag und Tourismus (Stichwort „Horstschutz-Zonen“; vgl. die entsprechenden Regelungen in den Naturschutzgesetzen der Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: § 33 BbgNatschG bzw. § 36 LNatG-MV).